Operation Adler 2008
Seit meiner letzten Veranstaltung 2005 in Seedorf (Holländische Flächenfallschirmlizenz)
bin ich nicht mehr gesprungen. Endlich hatte ich mal wieder Zeit und Lust, eine Operation mitzumachen.
Operation Adler 2008 war für mich terminlich perfekt! Es fand in der Slowakei in Dubnica statt. Absetzer aus der Slowakei, Polen und der USA waren vor Ort.
Die Planung war sehr gut organisiert! Fahrer haben die ausländischen Springer am Flughafen in Bratislava mitgenommen und in Dubnica untergebracht!
Die Fahrzeuge wurden dadurch für alle sinnvoll genutzt und eingesetzt, so dass alle 17 Springer zufrieden waren. Die Unterkünfte waren einfach aber sehr sauber.
Bei der Sprungveranstaltung in der Slowakischen Republik waren drei verschiede Maschinen im Einsatz: Turbolet 410, Doppeldecker AN - 2 und der MI - 8 HIP Hubschrauber.
Turbolet 410 und die AN – 2 waren in Dubnica stationiert!
MI – 8 HIP Hubschrauber war am Internationalen Flugplatz in Žilina gelandet!
Da war eine Flugshowveranstaltung.
Gesprungen wurde mit den Schirmen:
Rundkappenschirm OVP - 68 und den Flächenfallschirmen Mars 300 und PD - 280.
Freifaller hatten Ihre private Flächenfallschirme dabei.
Alle Schirme waren steuerbar.
OVP – 68 war wie immer, Landefall mit Abrollen!
Da gab es einige Überraschungen: Missing in Action, weit weg von der Landebahn bis zum Einschlagen in einem Baum und etwas härtere Landungen im Maisfeld.
Durch das gute Training während der Ausbildung ist zum Glück nichts passiert!
Danke auch an unsere slowakische, polnische und amerikanische Ausbilder, die eine hervorragende Arbeit geleistet haben.
Die Flächenfallschirme sind natürlich nicht vergleichbar mit den Rundkappenschirme. Der Ansporn war da einfach und sicher ins Ziel und auf den Füssen zu landen. Was auch nach einigen Sprüngen gut klappte.
Leider hatte ein Kamerad aus den USA beim letzten Sprung aus der MI 8 HIP eine unglückliche Landung, dass er sich den Fuß gebrochen hatte. Aber ein paar Stunden später wieder mit uns die Abschlussfeier mitmachen und lachen konnte!
Die ersten Sprünge machten wir aus dem Doppeldecker AN-2, Allmächtiger, war das eine Knatterkiste, aber im Nachhinein war es ein super Erlebnis, aus der Kiste rauszuspringen. Sie flog zuverlässig und es ist ein schönes Gefühl, in so einer alten Kiste zu fliegen. Back to the Roots!
Mein USA-Freund Jorden S. und ich durften einmal Static-Line aus der Turbolet 410 springen. Super Flugzeug mit einem genialen Ausblick aus der Tür. Nur hatte der Pilot etwas zuviel Speed drauf und da unsere Leine nicht an der Decke, sondern hinter uns am Sitz befestigt war, wurden wir ganz schön verschüttelt beim Rausspringen. Ich war der erste Springer und bei mir ging es gut, außer einem kleinen Twist, Jorden hatte Leinen über dem Schirm und musste mal kurz die Reserve ziehen und ist sicher gelandet!
So wurde dann das Label Fucking Good - Airborne Good, Feel Good - Airborne Good geboren!
Mein 20.-er Sprung war mit dem OVP 68, natürlich landete ich wie viele andere auch im Maisfeld. Aber den Landefall hatten wir alle sehr gut geübt.
Abends wurde dann zu meiner und dem Schweden Jonas Erikson Überraschung, der zwanzigste Sprung per Ritual gefeiert und mit Bier für alle begossen!
Einmaliges Erlebnis, da wurde die Kameradschaft gelebt!
Samstag war der letzte Sprungtag, das sollte das Highlight sein!
Ein Sprung aus dem Hubschrauber MI 8 HIP.
18 Uhr Ankunft am Flughafen Žilina: Schnelles Anlegen der Schirme, weil die Zeit knapp war! Kurze Einweisung der polnischen Absetzer und ab ging es in die offene Luke der MI-8. Nach einer schnellen und ruhigen Steigung auf 1200 m hatten wir durch die offene Luke einen super Ausblick. Wir sprangen in fünf Teams: Freifaller und Static-Liner.
Es ist einfach ein super Absprung von der Rampe in den Abgrund...
Nach der Landung sammelten wir uns schnell, vor Ort wurde uns dann die polnische Lizenz und die Urkunde von einem polnischen Major verliehen!
Wir hatten auch ein paar Freifaller unter uns, die sich mit Ihren Flächenfallschirmen aus 4000 m so richtig aus der Turbolet 410 austoben konnten! Zudem sie das Slowakische Freifallabzeichen in Gold auch noch verliehen bekamen.
Die Teilnehmer kamen aus folgenden Nationen: Deutschland, USA, Südafrika, Schweden, Frankreich und England.
Es wurden die Wings für Slowakei, Polen und USA gesprungen. Da aus Südafrika auch hochrangige Teilnehmer da waren (SA Spezial Forces League) und wir mit Ihnen springen durften, bekamen auch wir die Südafrikanische Wings verliehen.
Unter den Teilnehmern waren von Profis bis Erstspringer alles dabei!
Die Zufriedenheit und Kameradschaft war vorbildlich! Selten hatte ich so eine enge und super Kameradschaft erlebt. Einfach Klasse. Es wurde natürlich auch viel gelacht, Rituale abgehalten und Bier getrunken abseits der Drop Zone.
Ein Dank an den Organisator Stefan Eicker, der es nicht immer leicht hatte. Er schaffte es aber immer alle glücklich und zufrieden zu stellen! Sehr gute Veranstaltung.
Werde nächstes Jahr wieder dabei sein.
Glück ab!
Feel (Fucking) Good - Airborne Good
Arne
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