Liebe Kameraden,

wir sind aus Asien zurück: OPERATION ASIEN 2007 war ein voller Erfolg!

Hier ein kurzer Bericht:

Bedingt durch die politisch- kritische Situation in Burma, standen unsere beiden gastgebenden Einheiten in Thailand (Luftwaffe und Marine Corps) bereit um einzugreifen. Dadurch konnte unser geplanter Sprungdienst mit beiden Einheiten nicht durchgeführt werden. Die Information erreichte uns 2 Wochen vor Beginn der Operation. Nach diesem entscheidenden Wechsel bot INTERNATIONAL AIRBORNE OPERATIONS den bereits registrierten Teilnehmern an, Ihre Teilnahme zurück zuziehen, was aber nur wenige in Anspruch nahmen. Insgesamt 10 Teilnehmer aus den USA, Großbritannien, Deutschland Japan und Singapur nahmen an dieser denkwürdigen Operation teil.

Durch die guten Verbindungen zu vielen Luftlande Einheiten in allen 4 thailändischen Teilstreitkräften, konnten wir bei weiteren Einheiten für Sprungdienste anfragen und bekamen innerhalb nur 2 Wochen dazu die Genehmigung.

So konnten wir am für 3 Tage am Training und Sprungdienst mit der Luftlande Division (frühere Bezeichnung PARU) der thailändischen Grenzpolizei im Naresuan Camp bei Hua Hin teilnehmen. Untergebracht wurden wir direkt im Camp, welches direkt an den schönen Stränden des Golfs von Thailand liegt.

Ergebnis:

In Thailand:
- Fallschirmsprung Training an der Luftlandeschule der thailändischen Luftwaffe
- Fallschirmsprung Training an der Luftlandeschule der thailändischen Grenzpolizei
- Sprungdienst aus der C-23 Sherpa mit der LLDiv (PARU) der thailändischen Grenzpolizei
- 1 Wassersprung direkt in den Ozean
- 1 Sprung per Aufziehleine oder Freifall auf den Absetzplatz im Naresuan Camp
- Tauchtraining und Schießen mit der der thailändischen Grenzpolizei
- Besichtigungen: - Bangkok: - großer königlicher Palast,
- Tempel Wat Phra Kaeo,
- Schlangenfarm,
- Bootstour
- frühere Hauptstadt mit wunderschönen Ruinen Ayuttaya,
- Brücke über den River- Kwai,
- Tieger Tempel.

In Kambodscha:
- Sprungdienst mit der kambodschanischen Special Forces 911 Brigade
- 1 Sprung der gesamten Gruppe per Aufziehleine
- 1 Sprung per Aufziehleine oder Freifall (2 Teiln. machten sogar 2 Freifallsprünge)
- Schießen mit der SF 911 Brigade
- Besichtigungen: - Phnom Penh (Königspalast, S21 Gefängniss, “Killing Fields”),
- die berühmte Tempelstadt von Angkor

Zusätzlich hatten wir die Ehre einen Offizier und Absetzter der Luftlandeschule Narashinos/ Japan in der Gruppe zu haben, der an den Sprungdiensten teilnahm und das japanische Springerabzeichen mit originaler Urkunde (komplett in Japanisch) an die gastgebenden Einheiten und teilnehmenden Kameraden verlieh.

Folgende Abzeichen und Urkunden wurden während der „Operation Asien 2007“ verliehen:
- Thailändisches Polizei Fallschirmspringer- Abzeichen in verschiedenen Stufen
(Automatik oder Freifall)
- Kambodschanisches Fallschirmspringer- Abzeichen in verschiedenen Stufen
(Automatik oder Freifall)
- Japanisches Fallschirmspringer- Abzeichen
- Kambodschanisches Kommando Abzeichen
- Urkunde für ein Tauchtraining mit dem Taucher- Rettungsteam der thailändischen Grenzpolizei

Auch im nächsten Jahr werden wir wieder eine Opertion in Asien organsieren und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Glück Ab!


Stefan Eicker



Moin zusammen,

als ich die Ausschreibung für die Operation Asien 2007 gelesen habe war ich sofort begeistert. Ausbildung an den thailändischen Luftlandeschulen, Sprungdienst aus der C-130 Hercules, Springen zusammen mit der königlich thailändischen Luftwaffe, der königlich thailändischen Grenzpolizei und dem königlich thailändischem Marine Corps. Mit dem RTMC ein Wassersprung und Tauchtraining. WOW!
Kurz vor dem Urlaub brachen jedoch in Burma Unruhen aus, die durch die Regierung blutig niedergeschlagen wurden. Burma und Thailand sind benachbart und es kommt immer wieder zu kleineren Meinungsverschiedenheiten an der Grenze. Was uns jedoch betraf war die Tatsache, das die Maschinen der Luftwaffe und die Einheit des RTMC für EvakOp in Bereitschaft versetzt worden waren und somit keine Kapazität für uns hatten.
Dies wurde in der Woche vor dem Abflug bekannt. Was soll man tun? Stornieren oder durchbeißen? Stefan Eicker als Organisator versicherte uns, dass er alles versuchen wird dennoch eine erfolgreiche Operation durchführen zu können, in dem er auf andere Ressourcen in Thailand zurückgreifen, bzw. verhandeln würde. Dies ist ihm auch gelungen! Wir sind gesprungen!
Nach Ankunft in Bangkok versetzte mir das Wetter erstmal einen Schock, ich war das Klima einfach nicht gewohnt. Mein britischer Zimmernachbar hatte aber die gleichen Probleme. Unterkunft wurde in der Stadt bezogen und ein erstes Singha Bier probiert. Kulinarische Genüsse wie ich sie aus Deutschland noch nicht kannte wurden uns die gesamte Reise über begleitet, man brauchte nur eventuell einen eisernen Magen.
Am Folgetag hatten wir einen Termin mit dem Kommandeur der Fallschirmkräfte der RTAF. Flugzeuge waren immer noch das Problem, aber der Ausbildung an der Schule für Sicherheitskräfte der RTAF stand nichts im Wege. Damit haben wir auch die nächsten zwei Tage verbracht. Landefall aus diversen Höhen inklusive von einer Seilbahn, Hänger-Ausbildung, Turmsprünge. Höhepunkt war die Tradition der Thais, ihre Rekruten, zu denen wir ja auch gehörten, in Laufschritt mit Gesang zum Essen zu führen. Wimpel voraus. Es wurde im Gleichschritt in den Speisesaal, ein Schleppdach, eingerückt und die verbleibenden Minuten wurde angesagt. Nach dem Essen im Gleichschritt zurück und Fortsetzung der Ausbildung.
Die anderen Teilnehmer der Operation kamen aus den USA und England. Die Kameradschaft unter den Teilnehmern war hervorragend, wie man es unter Fallschirmjägern gewohnt ist. Geselligkeit wurde groß geschrieben.
Der Tourismus wurde natürlich nicht vernachlässigt, und wir haben die Umgebung erkundigt. Die Ruinenstadt Ayyuthaya haben wir mit dem Zug besucht, was für europäische Reisende ein Erlebnis ist. Die Klasse in der wir reisten gibt es bei der Deutschen Bahn nicht. Und wenn wäre es die vierte, oder die Holzklasse. Abenteuerlich...
In Bangkok selber wurde das Pasteur Institut besichtigt, in dem vom Roten Kreuz die Serumsgewinnung gegen Giftschlangenbisse durchgeführt wird. Das Hard Rock Cafe stand natürlich ebenfalls auf dem Plan. Obligatorisch is in Bangkok natürlich der Besuch des Wat Phrao Keo und des Königspalastes. Eine Tour mit den Langbooten auf den Kanälen der Stadt durfte natürlich auch nicht fehlen.
Zum Sprungdienst mit der Grenzpolizei RTBPP PARU (Royal Tha Border Patrol Police – Police Aerial Reinforcement Unit) verlegten wir nach Cha Am an den Golf von Thailand. Vor dem Sprungdienst wurde natürlich der Kenntnis- und Trainingsstand aller Teilnehmer aufgefrischt. Mehr Landefall und mehr Turmsprünge... Unterkunft in Cha Am war hervorragend. Wir wohnten direkt auf der Basis in Gästehäusern maximal 60m vom Ozean entfernt. Das Leben ist hart!
Bei der Polizei war neben dem Sprungdienst auch ein Schießen und Tauchtraining angesetzt. Der Schießstand war nur für Handfeuerwaffen zugelassen, aber wo bekommt man in Deutschland schon eine MP5. Weitere Dienstpistolen und Revolver konnten geschossen werden.
Das Tauchtraining wurde von einem der Amerikaner unterstützt, da er PADI-Tauchlehrer war. DuNiDu greift auch für das Tauchen, denn wir konnten auf grund zu hoher Brandung die Boote nicht zu Wasser lassen.
Der Sprungdienst gliedert sich in zwei Teile. Ein Wassersprung mit einem MC-1B und ein Landsprung. Die freifallqualifizierten Springer konnten beim Landsprung zwischen einem Rundkappensprung einem Freifallsprung wählen. Wie ist die Wahl wohl ausgefallen?
Alles hat gut geklappt! Keine Verletzungen, was auch dem hohen Trainnigstand der Teilnehmer zuzuschreiben war.
Abschließend ist zu Sagen, das im Angesicht der Bedingungen vor Ort das Maximum herausgeholt werden konnte. Wir sind gesprungen, haben Ausbildung genossen, waren Tauchen und Schießen und haben Unmengen an Singha Bier im Kreise von Freunden und Brüdern getrunken!

Glück ab!

Frodo
(FschJgBtl 314 01.07.2000 – 30.04.2001)

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